Die letzte Verführung
USA 1993 (The last seduction) R: John Dahl, 106 Min.
Für die erste Verführung - damals im Eden in Kollaboration mit der Schlange - hat die Frau im Laufe der Kirchengeschichte eine Menge Prügel eingesteckt. Jetzt dreht Bridget den Spieß um: Nach einer gemeinsamen Gaunerei verläßt sie ihren Mann Clay - mit der Beute natürlich. Denn er hat sie einmal geschlagen und jetzt schlägt sie zurück - "und zwar hart". Mit Bridget, kalt und gnadenlos gespielt von Linda Fiorentino ("The Moderns"), kommt ein außergewöhnlicher Frauentyp wieder auf die Leinwand. Den gut gebauten Dörfler Mike macht sie zu ihrem Lustobjekt, vielleicht darf er auch mal einen Mord für sie erledigen. Wo Sharon Stone Gefühle zeigte, wird diese Bridget erst richtig gemein.
"Die letzte Verführung" hat allein für die Männer die gnadenlose Härte, die mörderische Rücksichtslosigkeit der Schwarzen Serie. Bridget geht in der neon-modernen Welt raffiniert ihren selbstgewählten Weg, packt die Männer an ihrem schwächsten Punkt und sie läßt erst los, wenn sie am Ziel ist. Im Gegensatz zum ähnlichen Thriller "Romeo is bleeding" bleibt "Die letzte Verführung" von John Dahl ("Kill me again", "Red Rock West") bis zum konsequenten Ende spannend, vorangetrieben von der Musik Joseph Vitarellis.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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