Kuffs - Ein Kerl zum Schießen
USA 1991, Regie: Bruce A. Evans, 104 Min.
George Kuffs verweigert seinen Beitrag zum Bruttosozialprodukt und dem seelischen Äquivalent mit Überzeugung. Die schwangere Freundin läßt er sitzen, beim älteren Bruder bettelt er um Geld. Erst als der Bruder im ehrenvollen Dienst für die Gemeinschaft ermordet wird, schwingt sich Kuffs auf und setzt flotte Sprüche und ungezügelte Taten jetzt gesellschaftsdienlich ein. In einer speziellen Form der Bürgerwehr San Franciscos besiegt er sein übles Vorleben und die noch bösartigeren Verbrecher.
Leider muß man "Kuffs" eingestehen, daß er mit seiner gekonnten Mischung aus Gewalt - sprich Action - und Humor leicht unterhält. Zwar geht der Witz locker über Leichen - wobei der Musikeinsatz ebenfalls mörderisch (banal) ist - doch optische Raffinessen halten kritischere Gedanken fern. Wie Wayne in der Medienkomödie "Wayne's World" spricht hier Christian Slater als George Kuffs seine Kommentare direkt in die Kamera und sorgt damit für die Brechung, die dem gedankenlosen Bürgerwehr- und Waffenwahn seine spritzig-witzige Verpackung gibt.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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