Happy Weekend
BRD 1995 Regie Ed Herzog, 95 Min.
Ein veritabler Polizeiburschen-Report enthüllt die tieferen Schichten, die sich unter einer Polizeiuniform verbergen können: Joachim Krippo ergreift Flüchtige unnachgiebig am dicken Zeh. Im Bett mag er zwei Partner, im Dienst hat er einen und dieser Horst trägt Latex unter der Uniform. Daß Horsts Gattin Uschi Dessous-Parties veranstaltet, ihr Liebhaber Potraske Telefonkarten-Räuber und eben jener zehlose Flüchtige aus dem zweiten Satz ist, gibt notdürftig die Handlung des offenherzigen Polizeifilms ab.Ansonsten zeigt sich das tägliche und nächtliche Treiben unserer Polizei als rücksichtsloses Scherzen, daß bei den öff.-rechten Sendeanstalten kaum mehr gestattet ist. Bizarr, skurril wie die Sandale als Pistolenhalfter und wie Krippos Opa, dessen Schnitzarbeiten immer Phalli aller Größen hervorbringen, kommen alle Gags daher. Das intellektuelle Niveau wohnt direkt neben Helge Schneider.
Erik Goertz, ein einfacher Schauspieler gibt den einfältigen Charakter Joachim Krippo sehr charmant. Insgesamt eine erfrischende Frechheit.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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