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Get Real - Von Mann zu Mann

GB 1998 (Get Real) Regie Simon Shore, 110 Min.

Er küsste und er schlug ihn

Steven Carter erscheint als 16-Jähriges Jüngelchen schwach aufgeklärt, aber beim Toilettenhäuschen im Park kommt es zu einer atemberaubenden Begegnung mit dem Schul-Beau. Ist auch John Dixon schwul oder nur neugierig? Nach einem weiteren anzüglichen Treffen mit komisch vielen eindeutigen Zweideutigkeiten beginnen der schmächtige Außenseiter Steven und der erfolgreiche John in der Rolle des schönen, sportlichen Supermannes eine heimliche Affäre.

Schwul sein in Großbritanniens Provinz ist nicht einfach. Immer ist der brutale Rohling Kevin in der Nähe; dass ihn seine Freundin Jessica verließ und nun Steven umschwärmt, entspannt die Lage auch nicht. Die befreundete Nachbarstochter muss Steven auch schon mal mit einer angetäuschten Schwangerschaft aus der Klemme helfen. Aber Steven hat viel Humor und in der Zufallsbekanntschaft Glenn die Zukunft eines heimlich Schwulen erschreckend vor Augen. So drängt ihn alles zum Coming Out, doch der feige John ist noch längst nicht so weit, hat viel zu viel Angst vor der eigenen Sexualität.

Unterdrückte Gefühle, eine heimliche Liebe, Romeo und Julian in CinemaScope und bester Aufnahmequalität. So macht schwules Großwerden allen Spaß. Wie Steven verliert auch "Get Real" (nach Patrick Wildes Theaterstück "What's wrong with angry?") nie seinen Humor.


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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