Gagarin, ich habe dich geliebt (ZDF)

Das kleine Fernsehspiel aus der Ukraine war eine Suche nach der Wahrheit hinter dem mythischen ersten Menschen im All, der mit seinem Lächeln eine ganze Generation betörte. Tonverfremdungen und blechernes Scheppern hinter Originalaufnahmen ließen die tönernen Füße dieser Heldenkonstruktion erkennen.

Der Weg der Regisseurin zu ihrem Jugendidol führte über Momente in denen das Präsentationsgesicht entgleiste, zur Frau Gagarins, die über das wahre Leben hinter dem Schein Auskunft geben konnte.

Der Kontrast zwischen trübem Leben auf karger Erde und forcierten Höhenflügen an die Spitze der Wissenschaft, zwischen der elitären Kosmonautenstadt und dem Rest des Landes wurde von Anfang an festgestellt und wie hinter Glas zeigte sich der melancholische Rückblick als nicht ganz abgeschlossene Distanzierung.

Eine persönliche Vergangenheitsbewältigung, die recht kurz, neugierig machte auf den Mythos Gagarin und die davon betroffenen Menschen.


Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik

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