Flatliners
USA 1990, Regie: Joel Schumacher, 111 Min.
Fünf MedizinstudentInnen erforschen in einem emotional geladenen Kammerspiel das Vorzimmer zum Jenseits. In der sich inflationär verlängernden Zeit des physischen Todes zeigen die Geräte für Herz- und Gehirntätigkeit nur noch eine flache Linie, die "flatline" an. Nach der Reanimation verlängern sich die Bilder der Todesphase immer häufiger ins alltäglichen Leben, wobei anscheinend Personen aus der Kindheit Rache nehmen.
Der flach gestylte Gothic-Horror kann von jedem einzelnen nur mit Vergangenheitsbewältigung, nicht -verdrängung, überlebt werden. Diese einfache Lösung läßt keinen wirklich subtilen Horror übrig. Doch die gelungen Wende zur Thematik des Verzeihens gibt dem Film eine tief-menschliche und vielleicht sogar religiöse Dimension. Trotz reizvoller Hinweise im Hintergrund wirkt der Stil oberflächlich, verfehlt aber mit direkten physischen Mitteln nicht seine Wirkung.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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