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Evil
Schweden 2003 (Ondskan) Regie: Mikael Håfström mit Andreas Wilson, Linda Zilliacus, Henrik Lundström, Gustaf Skarsgård, Marie Richardson 113 Min. FSK ab 12
Erik, ein geprügelter und deshalb auch prügelnder Junge, bekommt auf einem teuren Internat eine letzte Chance, sein Abitur zu machen. Die Mutter verkaufte dafür Bilder und Möbel. Doch die Eliteschule steht unter dem Gewaltregime reicher Snobs, die eine brutale Hackordnung installiert haben. Gerechtigkeit ist von den kaum in Erscheinung tretenden Lehrern nicht zu erwarten, selbst in den 50gern wird im Unterricht noch arischer Rassismus gelehrt. Doch Erik, der kantige Rebell mit Lederjacke, wehrt sich gegen das Unrecht. Dabei droht ihm, dass er von der Schule fliegt, sobald er die Hand gegen die Täter erhebt. Noch gefährdeter ist er durch seine Liebe zum einem verliebt finnischen Dienstmädchen.
Der schwedische Erfolgsfilm nach der Autobiografie von Jan Guillou inszeniert
Totalitarismus an einer Schule die aus dem vorletzten Jahrhundert zu stammen
scheint. Das alberne Gehabe der selbst ernannten Autorität älterer
Schüler trifft auf einen getriebenen jungen Choleriker, auf ein menschliches
Pulverfass. Schon "Der junge Törless" von Schlöndorff durchlitt
diese Gewalt in den Strukturen. In Farbe und mit einem Happy End nach dem
dramatischen Finale ist das Ganze sogar oscar-tauglich. Die schwedischen
Produzenten reichten den packend inszenierten und vor allem eindrucksvoll
gespielten Film als nationalen Beitrag ein.
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Ein FILMtabs Artikel
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- Publiziert von:
- Günter H. Jekubzik
- Oliver Schiffers
- Lars Tuncay
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