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The Devil's Rejects
USA 2005 (The Devil's Rejects) Regie: Rob Zombie mit Sid Haig, Bill Moseley, Sheri Moon Zombie, William Forsysthe 106 Min. FSK ab 18
Ein "Haus der 1000 Leichen" war anscheinend noch nicht genug, um den Blutdurst des Publikums zu stillen. Der Heavy-Metal-Rocker und Heavy-Brutal-Filmer Rob Zombie zieht seine Blutspur weiter durch das ganz normale Kino.
Nach einer hirnrissigen Schießerei und nachdem fast alle Verdächtigen fliehen konnten, entdeckt die Polizei eine Folter-Farm. Mal nicht von der CIA oder der USA-Army, diesmal von einer ganz normalen amerikanischen Landei-Familie. Zig Morde gehen auf ihr Konto und der Film lässt die Zottels auf der Flucht fröhlich weiter quälen, foltern, vergewaltigen. Ein Polizist (William Forsysthe) jagt mit seiner persönlichen Rache hinter ihnen her, moralisch nicht viel besser als die Verbrecher. Seine Helfer, kriminelle Rocker, sind ebensolch ein Abschaum.
Fast wird die pervertierte (Killer-) Familie am Ende ganz wie üblich gerettet. Die Musik ("Free as a bird"), die langen Haaren geben ihnen den Gestus von Rebellen. Bei Rob Zombie sind sadistische Massenmörder die Helden, ähnlich hirnlose und gottesfürchtige Polizisten die rachsüchtigen Sadisten.
Zahllose, detailliert vorgeführte Leichen, extremer Sadismus, Verrohung
und Gewaltorgien gehörten mal zum Nischenkino für Menschen mit
ganz besonderen Vorlieben. Wirklich erschreckend ist, dass so etwas heute
im Mainstream-Kino angenommen wird. Dabei wird die ganze Rohheit mit ähnlich
magerem Talent gespielt wie Vorabendserien, die Dialoge der Mörder drehen
sich nur um das Wort "Fuck", Nacktheit und Sex zeigt sich verklemmt "provokant"
wie in billigen Pornoheftchen.
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Ein FILMtabs Artikel
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- Publiziert von:
- Günter H. Jekubzik
- Oliver Schiffers
- Lars Tuncay
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