China Lake
USA 1989, Regie und Buch: Dieter Weihl, O.m.d.U., 94 Min.
"China Lake" ist endlich einmal wieder ein Film, dem beim Versuch, ihn in Worte zu fassen, unendlich viel verloren geht. Seine erste Eigenschaft: Er ist ungewöhnlich. Im Stil, in den Figuren und in der Produktion.
Den zwei Männern, Vater und Sohn, die im Wohnmobil in der Wüste hausen, geben nicht nur die extremen Perspektiven und die kühlen, aber spannenden Stilisierungen der Bilder etwas Skurilles. Alles ihre Handlungen sind ein wenig zu normal und deshalb so faszinierend. Vater Edmont legt zuviel Wert auf das Funktionieren des Fernsehers und der Fernbedienung. Scooter ist etwas zu schweigsam beim Basteln mit Autos und sieht vor allem zu sehr nach James Dean aus. Statt sich auf den gradlinig fortschreitenden Handlungsstrang zu konzentrieren, kann auch auf verschiedenste Lebensstile oder Medienableger geachtet werden.
Dies alles inszenierte der junge amerikanische Regisseur Weihl mit relativ wenig Aufwand perfekt in einem distanzierten und bewegungsarmen Stil. Akzente werden nur durch die hervorragende, verjazzte Tonbegleitung gesetzt, die ebenfalls von Weihl gestaltet wurde.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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