Cabal - Die Brut der Nacht
(Nightbreed) Regie und Buch: Clive Barker, 99 Min.
In den ersten Minuten werden die Wünsche der blutdürstigen Horrorfans voll erfüllt. Alpträume, David Cronenberg als psychopatischer Killer, reihenweise Morde und Schrecken. Doch als der verschiedene Held Boone endlich Zugang zum geheimnisvollen Midian erhält, wandelt sich das Bild der unter dem Friedhof lebenden Schrekkensgestalten. Die schleimigen und ekligen Kreaturen der Maskenbildner werden zu gehetzten Wesen und die Jäger der Freaks entpuppen sich als Rassisten, Faschisten und moderne Inquisitoren. Das Ende der Verfolgung ist konsequent und zeitgemäß nur über ein aggressives "Coming Out", ein in die Öffentlichkeit treten, zu erreichen.
Diese sympathische Wendung beendet eine pyrotechnische Apocalypse, die nicht den rechten und religiösen Fanatiker, sondern den Filmmachern vorzuwerfen ist. Durch die Auflösung dieses humanistischen Menschenbildes in Explosionen, Blut und Fleisch wird ein interessanter Ansatz für überzogene Effekte aufgegeben.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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