Der Bruch
DDR/BRD 1988, Regie: Frank Beyer, 118 Min.
Monate vor dem Zusammenbruch des SED-Staates und dem Abbruch der Mauer zeigte sich die Ost-WestKoproduktion einer Einbruchsgeschichte, angesiedelt im Aufbruchsjahr '45, als beste deutsche Komödie, weit vor allen Gummibärchen oder Ottifanten. Die leidige Verspätung von einem Jahr gibt dem Film zu all seinen anderen Qualitäten noch den Reiz des Vergleichs damaliger und heutiger Umbruchszeiten.
"Der Bruch" ist einerseits die Zeit des Wandels, in der alles möglich war. Reiche wurden arm, Arme reich. Ein flüchtender Dieb wird gestellt und ist im Handumdrehen auf der Seite des Gesetzes. Zum anderen ist es auch "Der (Ein-)Bruch", den drei, von Götz George, Otto Sander und Rolf Hoppe gespielte Gauner getreu nach den Regeln des Genres durchführen. Neben der Schauspielkunst (Westimport), der perfekten Ausstattung (DDR-Standard) sind vor allem die Texte des ostdeutschen Drehbuchautors Wolfgang Kohlhaase (internationale Spitze) zu genießen. Hier folgt noch während des letzten Lachers ein neuer, feingeschliffener Wortwitz. Eine großartige Komödie, eine Geschichte mit Räubern und Gendarmen, viel Zeitkolorit und natürlich auch Frauen, die alles verderben können.
Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik
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