Bienzle und der tiefe Sturz

(ARD, Tatort 6.7.97)

BRD 1997, RegiePeterF. Bringmann, Buch Felix Huby, 90 Min.

Die Reihe "Tatort" lebt von den vielen Facetten ihrer Kommissare.Bienzles neuester Fall war nur vordergründig ein Mord, ebensoging es um seine Beziehungsprobleme und dann erwies sich alles alsWirtschaftskrimi - ausgerechnet im Dialekt der so tüchtig seinsollenden Schwaben. Gleich zu Anfang endete ein Betriebsausflug miteinem extrem und - inszenatorisch - unnötig blutigen Sturz. DerTod des Chefs einer metallverarbeitenden Firma riß dieBelegschaft, die Gattin und auch den wichtigsten Kunden in denVerdacht. Ein arbeitssüchtiger Bienzle nahm sich des Falles an,sein Pathologe Kocher machte sich derweil an Bienzles GattinHannelore ran.

Letztendlich fiel die Schuld einem mörderischen Arbeitskampfmit drastischen Mitteln zu. Denn die schwäbischen Arbeiterwehrten sich mörderisch, weil die Produktion ins BilliglohnlandPortugal verlegt werden sollte. Der Kampf mit den modernen Zeiten(symbolisiert von Bienzles neuen Handy) zeigte sich in derBilligkonkurrenz für Prostituierte ebenso wie fürPräzisionsmetallwaren. Die vielschichtige Story (Felix Huby)wurde vonPeterF. Bringmann mit lebendiger Kamera inszeniert, doch der Fallschleppte sich mühsam über die neunzig Minuten.


Eine Kritik von Günter H.Jekubzik

realisiert durch

Ein Service von

arena internet service

FILMtabs-Logo