Bei Auftritt Mord (ARD)

Von Günter H. Jekubzik

Die bankrotte Tanztruppe unter dem Direktor Ludwig Lewald wurde im Tatort des MDR sämtlich verdächtigt. Nein - nicht des Showtanzes, einer körperlichen Verrichtung, die heute niemand mehr sehen will. Unter dem Kriterium gehörte auch dieser Tatort eingesperrt.

Aus dem unglücklichen Zusammentreffen eines verfehlten Messerwurfs und den üblichen Eifersüchteleien mit tödlichen Folgen wurde weder das TV-Kommissariat noch die tapfer ausharrende Zuschauerschaft schlau. Aber daß dem unbedarfte Hauptkommissar Ehrlich - mit dem Charmes eines verstaubten Bürokraten - jemals die Aufklärung eines Falls einfiele, wäre auch sehr unglaubwürdig. Allein seine nervigen, notorisch witzlosen Sprüche wären Versetzungsgrund in die Nachmittags-Seifenopern. So blieb die Zeit fast stehen, beim zähen, stümperhaften Rätseln zwischen haufenweisen Show Girls.

Das wollte Klein-Las Vegas auf sächsisch sein, war aber nur Schmierentheater. Peter Vogel passierte dieses Drehbuch, Hans Werner machte als Regisseur nichts draus, nur die Kamera bewegte sich zeitweise, als wäre noch etwas zu retten.


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