Befreier - Sie kämpften an zwei Fronten

USA (Liberators) Regie Nina Rosenblum, William Miles

Ausgangspunkt der Dokumentation "Befreier - Sie kämpften an zwei Fronten" (3.Juni, 23.30 Uhr, West 3) ist die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau durch ein Panzerbataillon, das aus amerikanischen Schwarzen bestand. In diesem historischen Moment trafen zwei Arten von Rassismus aufeinander: Der Arierwahn der Nationalsozialisten und die Unterdrückung der Schwarzen in den USA, wo vor dem Zweiten Weltkrieg weitgehend getrennte Lebensbereiche für 'Whites only' und 'Colored people' existierten.

Der im letzten Jahr uraufgeführte und für einen Oscar nomminierte Film präsentiert thematisch äußerst spannende Momente. Nach anfänglicher Begeisterung über diesen vermittelnden Beitrag zur gespannten Situation zwischen Juden und Afroamerikanern vor allem in New York, kamen es von einigen jüdischen Gruppen Zweifel an den Fakten der Dokumentation. Nach einer Überprüfung zeigt der WDR die "Befreier" jetzt mit einer minimalen Änderung.

Die jüdische Regisseurin Nina Rosenblum und der afroamerikanische Regisseur William Miles verfolgen das Entstehen des 761.Panzer-Bataillions, das eigentlich nur eine inaktive Vorzeigetruppe sein sollte und seine Ausbildung in extrem rassistischen Südstaaten. Ein Großteil des Films beschreibt dann die europäischen Kämpfe zweier schwarzer Einheiten in einem leider unerträglich einfältigen Stil, der sich wenig von der üblichen Kriegsberichterstattung unterscheidet. Von den Erfahrungen der Schwarzen nach Kriegsende, erzählt abschließend ein Veteran: Nach seinem lebensgefährlichen Einsatz für die Freiheit und gegen den Nazi-Rassismus durfte er in den USA noch immer nicht Brot bei einem weißen Bäcker kaufen. (ghj)


Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik

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