Bad Company

USA 2002 Regie: Joel Schumacher Mit: Sir Anthony Hopkins, Chris Rock, Matthew Marsh 116 Min.

Hitmacher und Routinier Jerry Bruckheimer ("Pearl Harbor", "Armageddon", "Con Air", "Flashdance") produzierte das für seine Verhältnisse bescheidene Filmchen "Bad Company" um den CIA-Agenten Kevin (Chris Rock), der beim Versuch, eine geklaute Koffer-Atombombe zu kaufen, erschossen wird. Um den Deal abzuschließen, muss sein Boss Gaylord Oakes (Sir Anthony Hopkins) auf Kevins unkultivierten Zwillingsbruder Jake (noch einmal Chris Rock) zurückgreifen, der bislang gar nichts von der besseren Verwandtschaft wusste.

In albernen Ausbildungs-Sequenzen wird Jakes Bauernschläue vom Überleben auf der Straße ein schickes Mäntelchen umgehängt und dann geht es ab zum Einsatz nach Prag, dem Lieblingsspielplatz amerikanischer Spione.

Ein nicht besonders komischer Chris Rock in der Doppelrolle Kevin/Jake und eine oberflächliche Kassenerfolgs-Maschinerie bestimmen diese Zweitliga-Action ohne Tiefe. Eine Mischung aus Gefühlsduseleien, lahmer Action, den dunklen Langmänteln der Geheimdienstler und dem zur Zeit unvermeidlichen Terroristen-Märchen - das ist viel weniger als man von Jerry Bruckheimer erwartet. Zudem ist die ganze Geschichte extrem hirnrissig - so schlecht arbeiten Geheimdienste vielleicht in Wirklichkeit, aber niemals im Film! Anthony Hopkins sollte wohl etwas Anspruch und Stil in die Spionage/Action-Routine bringen, aber er wirkt dabei so fehl am Platz wie die filmischen Prag-Ansichtskarten.


Eine Kritik von Günter H. Jekubzik

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