Anna Karenina

GB 1996 (Anna Karenina) Regie Bernard Rose, 124 Min.

Der Film beginnt mit einem Alptraum und gibt seine Zuschauerdaraus nicht mehr frei: Der Alptraum einer gedankenlosenLiteraturverfilmung. Szenen aus Tolstois Roman wurden vor die Kameragestellt, Texte auf die Tonspur gesprochen. Die literarischeKulissensammlung mit vielen Schlössern aus Petersburg und Moskaufunktioniert als Film jedoch überhaupt nicht. Die Szenen sindgesetzt und gestelzt - ohne den Roman auf den Knien bleibt der Film"Anna Karenina" hingeworfenes Stückwerk - vor allem bei derPsychologie. Sophie Marceau als Anna kann mit falschenStar-Versprechungen nur den Verkauf ankurbeln.

Regisseur Bernard Rose ver-filmte schon dasLeben Beethovens mit einemÜbermaß an Kostüm und Kulisse.

 


Eine Kritik von Günter H.Jekubzik

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