Abschied von Agnes

BRD 1993, Regie: Michael Gwisdek

Abgeschieden lebt der Mann in seinem kleinen Haus. Der Besucher verschafft sich Zutritt, nistet sich ein, ohne jede Rücksicht auf die deutlich spürbare Ablehnung. Versteckt droht er mit Gewalt, aber es wird immer unverständlicher, weshalb sich der Mann nicht zur Wehr setzt. Die in den Gedankenstrom des Mannes eingeflochtenen Erinnerungen an eine wohl verstorbene Agnes verkomplizieren die gespannte Warte-Situation.Der bekannte DDR-Schauspieler Michael Gwisdek führte Regie und spielte in diesem rätselhaften Werk selbst die Hauptrolle. Viele dachten beim Eindringling schnell an eine Stasi-Parabel, das Etikett "kafkaesk" lag nahe. Doch der Reiz des Rätsels wurde zu lange ausgespielt, Unverständnis herrscht bei diesen psychologischen Kleinkrieg im Kämmerlein vor.


Eine Kritik vonGünter H.Jekubzik

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