Elektra


USA 2005 (Elektra) Regie: Rob Bowman mit Jennifer Garner, Goran Visnjic, Kirsten Prout, Terence Stamp 90 Min. FSK 16

Schwachstrom

Nach dem großen Erfolg von „Daredevil“ kommt nun „Elektra“ zu ihrem eigenen Spin-Off. Auf eine großartige Einführung der Figur verzichtet „Akte X“-Regisseur Rob Bowman dabei und zeigt uns von Anfang an Elektra (Jennifer Garner) in Action. In asiatischen Kampf- und „Magie“-Techniken trainiert, verfügt sie über einen siebten Sinn, der es ihr ermöglicht die Dinge zu sehen, bevor sie passieren und schneller zu reagieren. Perfekte Voraussetzungen für ihre Arbeit als Auftragskillerin. Doch Elektra ist alles andere als glücklich. Die Einzelgängerin musste den Tod ihrer Eltern mit ansehen und wird seitdem von Alpträumen geplagt. Außerdem verstieß sie ihr Retter und Meister Stick (Terence Stamp), was sie ihm bis heute nicht verziehen hat. Nachdem sie bei ihrem letzten Auftrag ein wahres Blutbad angerichtet hatte (von dem wir allerdings, dank FSK-Freigabe ab 12 nicht allzu viel zu sehen bekommen), verordnet ihr ihr einziger Freund und Vermittler eine Ruhepause am Meer. Doch Elektra langweilt sich und nimmt die nächste Order dankend entgegen – bis sie erfährt, dass es sich bei den neuen Zielobjekten um ihren Nachbarn Mark (Goran Visnjic) und seine Tochter Abby handelt. Entgegen ihrer Art, beschließt sie, die beiden zu beschützen und muss schon bald erfahren, dass es sich bei ihrem Auftraggeber um den Mörder ihrer Eltern handelt.
War die Figur in attraktiver Form von „Alias“-Darstellerin Jennifer Garner noch der einzige Lichtblick im mittelprächtigen „Daredevil“, so ist Elektra in ihrem eigenen Film nicht mehr, als ein dünnes Abziehbild ihrer Comic-Kollegen. Daran ändert auch das Engagement von Garner und Stamp, der hier nach „Superman I & II“ seinen zweiten Auftritt in einer Comicadaption absolviert, ihren Rollen soetwas, wie Seele zu verleihen nichts. Mit „Catwoman“ in schlechter Erinnerung warten die Comicfans also weiterhin auf einen gelungenen Auftritt einer weiblichen Superheldin.

Eine Kritik von Lars Tunçay

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