Die Ex-Freundinnen meines Freundes

USA 2004 Regie: Nick Hurran mit Brittany Murphy, Holly Hunter, Ron Livingston, Kathy Bates 97 Min FSK ab 12

Nervige Neugier

Was um alles in der Welt hat nur die sonst eher für ernsthafte Filmprojekte bekannte Schauspielerinnen Kathy Bates („Misery“) und Holly Hunter („Dreizehn“) dazu bewegt, in dieser Schmonzette mitzuwirken? Selbst die jüngeren Hauptdarsteller Brittany Murphy („8 Mile“) und Ron Livingston („The Cooler“) hat man schon in weit besserer Verfassung gesehen. An dem Drehbuch von Melissa Carter kann sie nicht gereizt haben. Denn das bedient sämtliche Klischees zum Thema Fernsehmachen, Beziehungskisten und Frauenticks. In allen dreien steckt Stacy Holt (Brittany Murphy), Producerin der „Kippie Kann Do“-Show, eines Jerry Springer-artigen Skandaltalks, wo regelmäßig mit immer heftigeren Themen um Quoten gekämpft wird. Zunehmend muss sie sich aber mit den Frauengeschichten ihres Freunds Derek (Ron Livingston) beschäftigen. Ihre Freundin Barb (Holly Hunter) rät ihr, den Dereks Palm zu knacken und ihm die Namen seiner Ex-Freundinnen zu entlocken. Der Reihe nach interviewt sie die Verflossenen und fragt sie ganz nebenbei über ihr Verhältnis zu Derek aus.

Nick Hurrans („Grabgeflüster“) Romantikkomödie ist ein einziges Ärgernis. Nachdem die dünne Story endlich in Gang gebracht wurde, versucht sie krampfhaft mit haarsträubenden Wendungen zum dennoch vorhersehbaren Ende zu kommen. Die übrigen Elemente sind die Üblichen: eine doppelbödige Freundin, der vertrottelte Kollege und die durchschaubare Intrige. Gemixt mit Medienkritik-light und jede Menge Pseudoromantik langweilt „Die Ex-Freundinnen meines Freundes“ über mehr als 100 Minuten und ist damit so überflüssig, wie die deutsche Übersetzung des Titels.

Eine Kritik von Lars Tunçay

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