Darf ich bitten?

USA 2004 Regie: Peter Chelsom mit Richard Gere, Jennifer Lopez, Susan Sarandon 100 Min.

Fußkrank

Die Assimilation der Geschichten des internationalen Kinos, das es in den Staaten von jeher schwer hat überhaupt wahrgenommen zu werden, ist in Hollywood schon länger Gang und Gebe. Vor allem asiatische Filme mussten vermehrt dran glauben. Nun also der charmante Liebesfilm „Shall we dance“ des Japaners Masayuki Suo.

Der Chicagoer Anwalt John Clark (Richard Gere) hat eine liebenswerte Frau (Susan Sarandon), eine fast erwachsene, bildhübsche Tochter und einen gut bezahlen Job – und langweilt sich zu Tode. Da entdeckt er eines Abends auf dem Nachhauseweg die Tanzschule von Miss Mitzi und die attraktive Lehrerin Paulina (Jennifer Lopez). Fasziniert von der Bewegung ihrer Hüften und elektrisiert vom Tanzvirus nimmt er heimlich Stunden und fühlt sich so wohl, wie lange nicht mehr.

Auf das Wesentliche reduziert und mit einer dicken Glasur hollywoodschem Zuckergusses garniert, ist Peter Chelsom, dessen schwarzhumoriger „Funny Bones“ schon eine ganze Weile zurückliegt, ein langweiliger, erschreckend dünner Abklatsch des wunderschönen japanischen Originals misslungen. Einziger Lichtblick in dem oberflächlichen und vorhersehbaren Reigen ist Stanley Tucci („Road to Perdition“), der als Flamenco-begeisterter Bürohengst für ein paar dicke, bunte Tupfer in der farblosen Inszenierung sorgt. J.Lo sorgt hingegen wieder einmal mit einer komplett ausdruckslosen Darstellung dafür, dass man ihr die Rolle als Schauspielerin nicht so recht abnehmen mag.

http://www.movie.de/filme/darfichbitten/

Eine Kritik von Lars Tunçay

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