Alien vs. Predator

GB, Kanada, BRD, Tschechien 2004 (Alien vs. Predator) Regie: Paul W.S. Anderson mit Sanaa Lathan, Raoul Bova, Lance Henriksen 104 Min. FSK ab 16

Ballerspiel

Regisseur Paul Anderson hat sich in den vergangenen Jahren  einen Namen als Fachmann für Videospieladaptionen gemacht. Mit Erfolg: sein letzter großer Box-Office-Auftritt „Resident Evil“ spielte nahezu das Doppelte der Produktionskosten ein und feiert gerade seine Wiederauferstehung unter der Regie von Alexander Witt. Leider heißt das noch lange nicht, dass seine Filme da auch qualitativ mithalten können. Jetzt hat er sich an zwei Heiligtümer des außerirdischen Horrors gewagt und lässt Aliens und Predators aufeinander Jagd machen.

Durch eine Entdeckung des Wissenschaftlers Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) gerät eine Gruppe Menschen zwischen die Fronten. In einem unterirdischen Komplex züchten die außerirdischen Killersoldaten ihre Beute und benutzen die menschlichen Opfer als Wirtskörper, in denen die Facehugger zu den blitzschnellen Aliens heranwachsen. Der Gruppe um die furchtlose Alexa Woods (Sanaa Lathan) bleibt nichts anderes übrig, als um ihr Leben zu rennen und zu versuchen dem Labyrith zu entkommen.

Anderson gelingt es in 101 Minuten den Charme beider Franchises zu zerstören. Glänzten die Alien-Filme in der Vergangenheit vor allem durch ihre detailverliebten Regisseure mit einem gemeinsam Faible fürs Düstere, bleibt bei Anderson nur allgegenwärtige Düsternis, um die billigen Kulissen zu kaschieren. War es vor allem die Spannung und atemlose Action (und nicht zuletzt Arnie), die die beiden Predator-Teile ausmachte, bietet „AvP“, wie der griffig-kalkulierte Kurztitel lautet, gerade mal eine Handvoll Knalleffekte, unfreiwillig komische Zweikämpfe und braucht zudem lange, bis er in die Gänge kommt. Einziger Lichtblick für Fans des Gigerschen Originals ist ein Widersehn mit dem zu unrecht chronisch unterbeschäftigten Lance Henriksen, der noch einmal in die Rolle des Bishop schlüpfen darf. Ansonsten ist „AvP“ selbst für ein Videospiel zu hirnlos.

http://www.alien-vs-predator-derfilm.de, http://www.avp-movie.com/

Eine Kritik von Lars Tunçay

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